Die Broussard trägt den Spitznamen “französische Beaver”.
Mit dieser Bezeichnung soll eine „technische Verwandtschaft“
zu der in großen Stückzahlen gebauten kanadischen
Beaver hergestellt werden. Die STOL-Eigenschaften
und der Neun-Zylinder Sternmotor würden diesem Anspruch
gerecht werden.
Trotzdem wurde die Broussard von ihrem Konstrukteur
Max Holste als eigenständiges und charaktervolles Flugzeug
entwickelt. Das Doppelleitwerk hebt die Broussard schon im
ersten Augenschein vom bekannten „Flugzeugeinerlei“ ab.
Ein Blick in den Innenraum lässt ein großzügiges Platzangebot
erkennen. Neben Pilot und Co können, je nach Bestuhlung, bis
zu vier weitere Personen mitfliegen. Eingesetzt wurde
die Broussard, mit Ihrer außergewöhnlich guten Sicht,
vor allem als Aufklärungsflugzeug beim französischen Militär.
Dieser Neun-Zylinder Pratt & Withney
R-985-AN-1. hat  450 PS.

Der Spritverbrauch der gezeigten Broussard beträgt je nach
Belastung und Reisegeschwindigkeit zwischen 80 und
150 Liter pro Stunde. Aufgrund der STOL-Eigenschaften
sind Starts und Landungen auch auf kleineren Flugplätzen
möglich.

Die Broussard mit der Kennung F-GIBN wurde im Jahr 1960 gebaut, und flog bis 1986 bei der französischen Luftwaffe als Aufklärer, Transporter, Krankentransporter und Fotoflugzeug. Während des Algerienkrieges wurde sie auch mit Bewaffnung eingesetzt.

Technische Daten:

Spannweite:                          13,75 m
Länge:                                      8,65 m
Höhe:                                        3,65 m
Leergewicht:                     ca.1530 kg
Höchstgeschwindigkeit: ca. 300 kmh
Reisegeschwindigkeit:   ca. 200 km/h
Mindestgeschwindigkeit:        87 kmh
Reichweite:                           1200 km
Einsatzmöglichkeiten: Beobachtungs-, Verbindungs-, Transport-
leichtes Erdkampfflugzeug